Medizinische Infrastruktur

Hilfe, die nachhaltig ist.

Überblick

Im Kiwoko Hospital fehlt medizinische Gerätschaft an vielen Ecken und Enden. Dadurch ist eine zielgerichtete und differenzierte Diagnostik oftmals nicht möglich, weil die notwendigen Untersuchungen nicht durchgeführt werden können. Auch in der Therapie der Patienten fehlt es oft an Gütern, um eine medizinische Basisversorgung zu gewährleisten. Wir möchten durch Verbesserung der Infrastruktur im Kiwoko Hospital einen Unterschied bewirken und die Situation der Menschen verbessern – durch Finanzierung täglich benötigter Geräte, immer orientiert am Bedarf des Krankenhauses.

  • Uganda ist ein sehr armes Land
  • Für viele einfache Behandlungen fehlt die Ausstattung das das Know-How
  • Hilfe für Kiwoko hilft dem Krankenhaus bei Projekten mit medizinischer Ausstattung und mit Unterstützung von europäischen Ärzten
  • Großprojekt "Akut-Krankenhaus Kiwoko" soll die medizinische Grundversorgung in der Region um Kiwoko sicherstellen

Hintergrund

Lieber der Schamane als das Krankenhaus

Uganda ist ein sehr armes Land und das Gesundheitssystem ist nur rudimentär ausgebildet. Ländliche Regionen, wie auch Kiwoko, sind hiervon besonders betroffen. Obwohl es ein Krankenhaus gibt, sind sehr viele Menschen bei gesundheitlichen Problemen auf sich alleine gestellt. Oft wird der Schamane aufgesucht mit dramatischen Konsequenzen für die Zukunft der Patienten, denn eine einfache Korrektur von Behandlungsfehlern gibt es in Uganda nicht. Der Grund liegt nicht in den Behandlungskosten für Kranke, denn diese sind in Kiwoko fast kostenlos. Die Wahrheit ist, dass viele Erkrankte sehr lange warten bevor sie einen Arzt aufsuchen und die Krankheiten in einem späten Stadium sehr ausgeprägt sind. In diesen Stadien bedarf es häufig technischer Hilfsmittel um diese zu therapieren, Hilfsmittel die in Kiwoko Referral Hospital nicht vorhanden sind. Um eine Therapie zu erhalten, müsste man in die Hauptstadt nach Kampala reisen. Diese Strecke, obwohl sie nicht weit ist, ist für einen normalen Menschen in Uganda aus finanziellen Gründen nicht zu bewältigen. Also geht man einfach nicht in das Krankenhaus. Ein wichtiger Teilgrund, warum Menschen in Uganda eine der niedrigsten durchschnittlichen Lebenserwartungen unseres Planeten haben.

Es gibt aber auch Lichtblicke

Obwohl die Ressourcen sehr knapp sind arbeitet das Personal im Kiwoko Hospital mit vollem Einsatz, um das Beste aus der Situation zu machen. Zwei sehr zuverlässige Chirurgen leiten das Klinikum und werden dabei von einem professionellem Team unterstützt. Die Schwerpunkte des Krankenhauses liegen klar in der Gynäkologie, Geburtshilfe und Kinderheilkunde sowie der Bekämpfung von HIV und anderen Infektionserkrankungen. Langjährig gesponsert von einer australischen Hilfsorganisation gehört die Neugeborenen-Station zu einer der modernsten des Landes. 

Aber was ist, wenn es mal zu einem Notfall kommt?

Tief in die Hand geschnitten, in Deutschland eine einfache Wunde. Nahtmaterial um eine Wunde zu nähen? In Uganda Fehlanzeige. Ein Knochenbruch? In Deutschland kein Problem, in Uganda und auch in Kiwoko leider häufig der Anfang vom Ende, denn der Knochenbruch kann nicht operiert werden, weil es keine Metallplatten und Nägel gibt, die für ein solches Vorhaben geeignet wären. Außerdem sind Geräte für die Überwachung, ob z.B. ein Knochenbruch wieder gerade verheilt, nicht existent. Ein Kind mit einem Knochenbruch, der schief zusammenwächst, hat in Uganda düstere Lebensaussichten. Unzählig sind die Beispiele für die Folgen der Mangelsituation.

Übergeordnetes Projekt: "Akut-Krankenhaus Kiwoko"

Kiwoko Referral Hospital hat bisher die Schwerpunkte in der Gynäkologie, Geburtshilfe und Kinderheilkunde. Als das einzige Krankenhaus der Region ist es aber auch für ca. 1 Millionen Menschen die erste Anlaufstelle für Notfälle. Das Krankenhaus ist hierfür nur unzureichend vorbereitet und leider vollkommen überfordert. Es fehlt an Allem: Diagnosegeräte, Operationsmaterial und -Gerätschaften, Platz im Operationsbereich und Narkosegeräten und Betten. Die Folgen sind dramatisch.

Mit dem Großprojekt "Akut-Krankenhaus Kiwoko" adressieren wir dieses Problem. In mehreren Schritten fördern wir bis mindestens 2026 nachhaltige Projekte des Krankenhauses zur Verbesserung der Akut-Versorgung. 


Folgende Teilprojekte sollen schrittweise planmäßig gefördert werden:

  • Gerätschaften und Schulungen für die Diagnostik von Traumata 
  • Unterstütztung bei der Anschaffung von Verbrauchsmaterialien
  • Fortbildungen für Chirurgen und Radiologen in Deutschland und Uganda
  • Ausbau des Operations-Gebäudes
  • Anschaffung von Operationsbesteck und Osteosynthesematerialen
  • Anschaffung eines Durchleutegeräts für intraoperative Bildaufnahmen
  • Installation einer Photovoltaik-Anlage

Davon konnten wir bereits realisieren:

  • Anschaffung eines Blutkonservenkühlschranks für Patienten mit Blutarmut
  • Ausbau der radiologischen Abteilung durch Anschaffung eines CR-Systems und eines Ultraschallgerätes
  • Fortbildungen für Radiologen und Internisten in Uganda 
  • Schulungen in der Anwendung der radiologischen Gerätschaften 




Aktuelles Projekt

Radiologische Abteilung des Kiwoko Hospitals

Kauf und Installation einer Photovoltaik-Anlage

In den letzten vier Jahren lag unser Schwerpunkt in der Verbesserung der diagnostischen Möglichkeiten. Dazu wurden Laboruntersuchungen, Ultraschall und Röntgen aufgerüstet und somit die Qualität der Diagnosestellungen optimiert.

Im nächsten Schritt möchten wir jetzt auch die Therapie weiter verbessern. Um die laufenden Energiekosten von ca. 4000€ monatlich zu reduzieren und somit dem Krankenhaus mehr finanzielle Mittel für Bereiche zur Verfügung zu stellen, in denen es akut am meisten fehlt, besteht unser nächstes Projekt in der Finanzierung einer Photovoltaik-Anlage. 

Abgeschlossene Projekte

Hilfe für Kiwoko e.V. setzt sich nachhaltig ein

Mit dem fachlichen Hintergrund unserer Mitglieder ist Hilfe für Kiwoko e.V. in der Lage in Kiwoko zu helfen. Der Ansatz verfolgt vier Ziele:

  1. Zugang zu kostengünstiger medizinischer Behandlung auch für die Ärmsten der Region.
  2. Erweiterung des Behandlungsspektrums in Kiwoko mit dem Ziel einer kompletten Abdeckung der medizinischen Grundversorgung.
  3. Selbstbefähigung des Krankenhauses im Umgang mit medizinischen Problemen und der Kostendeckung.
  4. Stets setzen wir uns bei unseren Projekten für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen wie etwa der Verwendung von Sonnenenergie und der Einsparung von umweltschädlichen Substanzen ein.

In enger Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus in Kiwoko unterstützen wir Projekte des Krankenhauses mit finanziellen Mitteln und medizinischen Geräten, die sich das Krankenhaus ansonsten nicht leisten könnte. Hilfe für Kiwoko e.V. stellt sicher, dass das Fachpersonal des Krankenhauses den fachgerechten Umgang mit den Gerätschaften erlernt und diese selbstständig in Eigenverantwortung anwendet. Dies wird durch Wissenstransfer von europäischen Fachpersonal in Uganda sichergestellt. Die Wartung und Instandhaltung wird ebenfalls von Hilfe für Kiwoko e.V. finanziell unterstützt. 

Ansprechpartner

Charlotte Zander
Vorsitzende, Öffentlichkeitsarbeit
Soziale Medien
Felix Klingler
Vorsitzender, Medizinische Infrastruktur
Vorstand

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